Food and Mood: Wie Ernährung unser Wohlbefinden beeinflusst

Wenn wir uns traurig oder niedergeschlagen fühlen, wenden wir uns manchmal dem Essen zu. Der Geschmack von Schokolade, Pizza oder Eiscreme kann uns trösten und beruhigen. Im Englischen nennt man das „comfort food“. Aber macht uns das wirklich glücklicher? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Essen und Stimmung?

Ernährung und Wohlbefinden hängen zusammen. Eine Person steht in der Küche und hat in einer Hand einen Apfel, in der anderen Brokkoli.

Jedes Mal, wenn wir etwas essen, treffen wir eine Entscheidung darüber, was wir mit unserem Körper machen. Aber wie oft denken wir eigentlich über die Folgen der von uns aufgenommenen Inhaltsstoffe nach? Und wie kann unsere Ernährung nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unsere Stimmung beeinflussen?

Ausgewogenes Essen, ausgewogene Stimmung

Die aktuelle Forschungslage zeigt einen starken Zusammenhang zwischen dem Essen, das wir täglich zu uns nehmen, und unserem emotionalen Wohlbefinden. Einige Studien fanden heraus, dass gesunde Ernährung nicht nur die Stimmung verbessern kann, sie kann sogar das Risiko für Depressionen senken.

Unser Darm ist einer der wichtigsten Regulatoren für unser Immunsystem. Er kontrolliert auch Neurotransmitter, wie Serotonin und Dopamin. Diese stehen alle mit Depressionen in Verbindung. Es liegt daher nahe, dass Lebensmittel, die die Produktion dieser Neurotransmitter fördern, positiven Einfluss auf unsere Stimmung haben. Das gilt ebenso für vitaminreiches Essen.

Welches Essen verbessert unsere Stimmung?

  • Vermeide zuckerhaltige, koffeinhaltige Getränke und Alkohol – besonders wenn du dich über einen längeren Zeitraum schlecht fühlst. Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt belasten unsere Stimmung. Und Stimulanzien ebenso. Gönne dir stattdessen eine Tasse grünen Tee. Grüner Tee enthält Theanin, eine Aminosäure, welche die Auswirkungen von Stress bekämpft und Entspannung fördert.
  • Esse mehr Obst und Gemüse. Insbesondere Beeren, die einen hohen Anteil an Antioxidantien enthalten – sie schützen vor Zellschäden.
  • Stell sicher, dass du genügend Protein aus Bohnen, Linsen und Fisch erhältst. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren und die tragen zur Linderung depressiver Symptome bei. Das hat eine Reihe von Studien gezeigt.
  • Spice it up: Kurkuma kann deine Stimmung steigern, eine entzündungshemmende Wirkung auf deinen Körper haben und verschiedene Arten von Krankheiten verhindern.

Die mediterrane Ernährung

Viele Forscher stellen fest, dass eine mediterrane Ernährung, einen signifikant positiven Einfluss auf deine Stimmung haben kann. Mediterrane Ernährung beinhaltet viel Obst, Gemüse, Olivenöl, Fisch und Vollkornprodukte und wenig rotes Fleisch und ungesunde Fette. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden untersuchte das Ernährungsverhalten von 1.634 Personen. Das Ergebnis: Menschen, die sich mediterran ernährten, hatten deutlich weniger oder keine Depressions- und Angstsymptome, als Menschen mit einer schlechten Ernährung.

Fühlt man sich sofort glücklicher, wenn man seine Ernährung ändert?

Es gibt keine Zaubertricks, mit denen man Depressionen bekämpfen kann. Und jeder Mensch reagiert anders. Das gilt besonders in bestimmten Lebensphasen – etwa nach der Schwangerschaft, wenn sich Körper und Hormonhaushalt verändern. Wenn du dich deprimiert fühlst, kann es schwierig sein, überhaupt über Ernährung nachzudenken, geschweige denn überhaupt etwas zu essen. Gerade wenn es uns an Energie und Motivation mangelt, ist es eine schwierige Herausforderung, unsere Essgewohnheiten zu ändern. Sobald man beginnt, seine Essgewohnheiten zu ändern, ist es aber meist einfacher, als man erwartet hätte. Und lohnt es sich nicht, etwas Neues auszuprobieren, wenn das Endergebnis sein könnte, dass man sich besser fühlt?

Was kann ich sonst noch tun, um meine Stimmung verbessern?

Finde stets ein Gleichgewicht: Die beste Ernährung ist vielfältig! Abwechslung steht im Vordergrund der Ernährungsgewohnheiten, denn du solltest es mit einer einzigen Zutat oder Art von Essen übertreiben (auch wenn diese an sich gesund sein soll).

Bleib natürlich: Keine konservierten Lebensmittel essen (nichts aus der Dose), achte auf gute Qualität und wähle, wenn möglich, Bio – besonders wenn du Fleisch isst. Eine gesunde Ernährung kann helfen, deine Stimmung zu verbessern – allein schon mit dem Wissen, dass du etwas Gutes für deinen Körper und die Umwelt tust.

Natürlich sind gesunde Essgewohnheiten nicht die einzige Möglichkeit, wie du depressive Symptome behandeln kannst oder solltest. Wenn du dich über mehrere Wochen meistens schlecht fühlst, ist es an der Zeit, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Mit der Moodpath-App kannst du herausfinden, ob du an einer klinischen Depression erkrankt bist. Außerdem erfährst du, wie und wo du bei Bedarf Hilfe suchen kannst.

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